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Interessenverband DIRV fördert Fortschritte bei der Arbeitssicherheit

  • Industrielle Reinigungsarbeiten noch sicherer machen – das ist das Ziel des Deutschen Industrie-Reinigungs-Verband e. V. (DIRV). Der neu gegründete Verband bringt dazu Unternehmen der chemischen Industrie, Industriedienstleister und Equipment-Hersteller an einen Tisch. BUCHEN UmweltService zählt zu den Gründungsmitgliedern des DIRV. Aus gutem Grund, denn vorbildliche Arbeitssicherheit und umfassender Gesundheitsschutz sind zentrale Punkte der Unternehmenspolitik und werden über einen umfangreichen Maßnahmenkatalog stetig weiter vorangebracht. Das Spektrum reicht dabei von entsprechenden Managementsystemen über eine breit aufgestellte QHSE-Organisation bis zu Kampagnen zur Förderung des Sicherheitsbewusstseins im Tagesgeschäft. Mit eigenentwickelten Innovationen, vor allem im Bereich Automatisierung, sorgt BUCHEN zudem für sicherheitsorientierte Fortschritte bei Technik und Verfahren. Matthias Ebach, BUCHEN-Geschäftsführer und Vorstandsmitglied des DIRV: „Wenn es um Sicherheit geht, nutzt BUCHEN jede Chance, die Standards weiter zu erhöhen. Durch die Mitgliedschaft im DIRV erschließen sich dabei neue Optionen und weitere Ansatzpunkte, um über die eigenen Initiativen hinaus zusätzlichen Mehrwert zu generieren – im Sinne der Mitarbeiter und unserer Kunden.“

  • Weitere Informationen über den DIRV bietet Ihnen die Website

  • Wenn es um Sicherheit geht, nutzt BUCHEN jede Chance, die Standards weiter zu erhöhen.

    Matthias Ebach, BUCHEN-Geschäftsführer und Vorstandsmitglied des DIRV

Gemeinsam Standards setzen

  • Dr. Andreas Felske ist Head of Waste Handling, Disposals and Industrial Services bei der BASF SE und 1. Vorsitzender des DIRV-Vorstandes. Mit weitreichenden internationalen Erfahrungen und starkem Fokus auf Arbeitssicherheit setzt er bei der Verbandsarbeit auf intensive Kooperation im Dienst der Sache. Ein Gespräch über Initiativen, Möglichkeiten und Ziele des Verbandes.

  • Herr Dr. Felske, Sicherheitsaspekte spielen in der Industriereinigung ganz klar eine maßgebliche Rolle. Aber braucht es dafür mit dem DIRV einen zusätzlichen Verband?

    Auf jeden Fall, denn bisher ist es doch vielfach so, dass jeder für sich an diesem bedeutenden Thema arbeitet. Es gibt wenig organisierten Austausch – weder bei den Firmen und Organisationen untereinander noch über Ländergrenzen hinweg. So entstehen zwar Insellösungen, aber keine durchgängige, standardisierte Best Practice. Und genau dies wollen wir ändern.


    Der DIRV ist ein junger Verband. Wie kam es zur Gründung?

    Offiziell wurden wir im Februar 2021 eingetragen, aber die Ursprünge des DIRV reichen deutlich weiter zurück. Schon Ende 2018 setzte sich ein damals noch kleiner Kreis an Chemieunternehmen zusammen, um sicherheitsrelevante Optimierungen in der Industriereinigung zu besprechen. Das war der Auftakt für regelmäßige Treffen. Schnell zeichnete sich ab, dass es Sinn macht, die Kontraktoren mit an Bord zu holen. Dann kamen die Equipment-Hersteller hinzu und als vierte Gruppe Organisationen, darunter der VDMA, VAIS sowie verschiedene Berufsgenossenschaften und die DGUV. Aus den ersten losen Zusammenkünften entwickelte sich somit ein Verband.


    Oberstes Ziel des DIRV ist, die Industriereinigung sicherer zu gestalten. Was kann der Verband hierzu beitragen?

    Vereinfacht gesagt, bilden wir die zentrale Plattform für gemeinsame Fortschritte. Sei es im Hinblick auf das Teilen von Best-Practice-Lösungen oder im Vorantreiben der sicherheitsorientierten Automatisierung und Mechanisierung des Equipments. Ein Ansatz, der ideal geeignet ist, denn Industriereiniger, die mit entsprechender Technik aus der Entfernung arbeiten, stehen nicht mehr in der Line of Fire. Großen Wert legen wir auch auf eine Weiterbildung der Fachkräfte.


    Weiterbildung wird aber doch bereits bei den Unternehmen geleistet.

    Ja, das ist richtig, aber nicht jeder ist hier so vorbildlich aufgestellt wie BUCHEN mit seinem unternehmenseigenen Ausbildungszentrum. Hinzu kommt, dass die Initiativen keiner gemeinsamen Linie folgen und die Ergebnisse der Weiterbildung somit nicht vergleichbar sind. Hier will der DIRV ansetzen und dazu unter anderem Weiterbildungsmodule und ein grundlegendes Handbuch entwickeln. Ziel ist, ein Zertifikat zu realisieren, das die Qualifikationen der Fachkräfte vergleichbar und deren Kompetenzen einschätzbar macht.


    Für die gemeinsame Arbeit bietet der DIRV Workshops, Roadshows, Konferenzen, Fachmessen, Treffen von Arbeitsgruppen und vieles mehr.

    Nicht nur das. Als Verband suchen wir auch den länderübergreifenden Austausch. Schon jetzt haben wir Verbandsmitglieder aus dem Ausland, beispielsweise aus den USA, Schweden, Belgien und den Niederlanden. Die internationale Ebene ist uns wichtig. Schließlich stehen alle Länder vor den gleichen Herausforderungen. Hier kann der DIRV Querverbindungen aufbauen und Lösungen realisieren, die international nutzbar sind. Hinzu kommen übergeordnete Aufgabenstellungen. So können wir zum Beispiel Impulse geben für die Erarbeitung von Gesetzen und Verordnungen.


    Ein breites Spektrum. Da stellt sich die Frage: Wo sehen Sie den DIRV in zehn Jahren?

    In zehn Jahren? Das ist lange hin. Da wollen wir erheblich schneller sein. Bezogen auf das Weiterbildungszertifikat der Mitarbeiter zum Beispiel gehe ich davon aus, dass wir es in drei bis fünf Jahren realisiert haben. Chemieunternehmen können das DIRV-Zertifikat dann in Ausschreibungen als einheitlichen Standard voraussetzen und ihre Auftragsvergabe an die Zertifizierung koppeln. Natürlich räumen wir auch eine Übergangszeit ein, um diese Anforderung erfüllen zu können. Bei der Fortentwicklung des Equipments sowie dem Best-Practice-Transfer muss und kann es schneller gehen. Die Grundstrukturen für gemeinsame Verbesserungen sind mit dem DIRV gegeben. Jetzt kommt es darauf an, sie vereint mit Leben zu füllen.


    Ein schönes Schlusswort. Vielen Dank, Herr Dr. Felske, für das Gespräch und weiterhin viel Erfolg.

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