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Attraktion auf Zeit

Vom Schlossmuseum über die Dreifaltigkeitssäule bis zum Tiergarten gibt es im oberösterreichischen Linz einiges zu entdecken. Anfang des Jahres ist die Liste der Sehenswürdigkeiten noch ein wenig länger geworden: Der Turm des Mariendoms wird renoviert und wurde dazu von XERVON Austria mit einer eindrucksvollen Einrüstung versehen. Schon seit Beginn des Gerüstaufbaus bleiben zahlreiche Passanten stehen und schauen beeindruckt nach oben. Der Blick lohnt sich, denn das Gerüst führt bis zur Turmspitze. Und die befindet sich in imposanter Höhe: Genau 134,71 Meter kann der Turm aufweisen. Dies sichert dem Mariendom Platz 2 in der Liste der höchsten Kirchen des Landes und eine Position in den Top Ten der höchsten Sakralbauten der Welt.

Über den Dächern von Linz

Gerüste mögen Hilfsmittel sein, doch das macht die filigranen Konstrukte nicht weniger spektakulär. Vor allem wenn sie weit hinaufreichen, ist Aufsehen garantiert. So auch in Linz, wo XERVON Austria den Turm des Mariendoms eingerüstet hat.

Mit Planung, statischer Dimensionierung, Logistik und Montage erbrachte XERVON Austria alle Gerüstbauleistungen aus einer Hand

Dem neugotischen Baustil entsprechend ist der Turm der Kathedrale mit zahlreichen filigranen Elementen ausgestattet. Ganz oben, von 66 Metern an aufwärts, müssen nun Fugen ausgebessert werden, brüchiger Sandstein muss erneuert und Figurenelemente müssen restauriert werden. Der Aufbau der dafür benötigten Gerüstkonstruktion nahm knapp drei Monate in Anspruch und erfolgte in mehreren Bauabschnitten. Im ersten Schritt errichteten die Gerüstbauer ein Begleitgerüst, das vorrangig der Montage des unteren Personen- und Lastaufzugs diente. Anschließend wurde im Bereich zwischen 48 und 77 Höhenmetern das Basisgerüst montiert.

  • Gerüstmaterial wurden für die Konstruktion verbaut

  • In drei Etappen nach oben

    Für das Gerüst am Mariendom verbaute XERVON Austria insgesamt 150 Tonnen Material. Die anspruchsvolle Konstruktion besteht aus drei Gerüstabschnitten.

    Arbeitsgerüst

    Höhenabschnitt: 68 bis 135 Meter

    Verbautes Gerüstmaterial: rund 70 Tonnen

    Dieser Abschnitt ist das Arbeitsgerüst für die Steinmetzarbeiten. Es fußt auf dem Turmumgang in 68 Meter Höhe und setzt zudem über Unterstellungen auf dem 74 Meter hohen Granitdach auf. Zusätzlich ist das Arbeitsgerüst in das Basisgerüst eingebunden


    Basisgerüst

    Höhenabschnitt: 48 bis 77 Meter

    Verbautes Gerüstmaterial: rund 60 Tonnen

    Aufsetzend auf den Turmumgang übernimmt das Basisgerüst die Lastabtragung des oberen Bauabschnitts und des zweiten Personen- und Lastenaufzugs. Zusätzlich trägt es die großflächigen Banner der Sponsoren der Dom-Renovierung. Im weiteren Verlauf der Renovierung kann das Basisgerüst optional zum Arbeitsgerüst ausgebaut werden


    Begleitgerüst

    Höhenabschnitt: 0 bis 77 Meter

    Verbautes Gerüstmaterial: rund 20 Tonnen

    Das Begleitgerüst ermöglichte in erster Linie die Montage des unteren Personen- und Lastenaufzugs. Eingebunden in das Basisgerüst schafft es zudem einen Übergang zum oberen Aufzug

Das eigentliche Arbeitsgerüst für die Steinmetze beginnt bei 68 Metern. Es ragt über den Steinbalkon der Turmspitze hinaus und endet bei etwa 135 Metern Höhe. Den Personen- und Materialtransport auf die Domspitze übernimmt ein zweiter Lastenaufzug. Bis ganz nach oben reicht er allerdings nicht. Daher erstellte XERVON Austria zusätzlich einen Podesttreppenaufstieg, der noch weiter emporführt.

Der Rückbau erfolgt in mehreren Etappen, abgestimmt auf den Fortschritt der Renovierungsarbeiten. Die Turmhelm-Einrüstung bleibt demnach voraussichtlich bis Oktober 2020 erhalten, die Gerüstbasis bis Juli 2021. Vom Linzer Domplatz aus kann das Kunstwerk auf Zeit also noch einige Monate besichtigt werden.

Auf Nummer sicher

Ob bei der Gerüstmontage oder den Steinmetzarbeiten: Sicherheit ist in diesen Höhen extrem wichtig. Entsprechend akribisch achtete XERVON Austria auf höchste Standards bei den technischen, organisatorischen und personenbezogenen Schutzmaßnahmen. Die ohnehin in hohem Maße sicherheitsorientierten Teams arbeiteten mit persönlicher Schutzausrüstung einschließlich Kletterhelm. Ähnlich wie Bergsteiger waren die Gerüstbauer über Auffanggurte gesichert. Schutzbänder an den Werkzeugen verhinderten, dass Equipmentteile versehentlich nach unten fallen.

Der Vorplatz des Doms ist während der Renovierung in Teilen abgesperrt. Zur zusätzlichen Sicherheit der Passanten errichtete der Bauherr, die Bischof-Rudigier-Stiftung, an den Eingängen zur Kathedrale Schutzdächer. In Bezug auf die Steinmetzarbeiten wurden zudem an den Außenseiten des Gerüsts Drahtgitter befestigt, die im Fall der Fälle gelöste Steine aufhalten.

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