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Neue Aufgaben für alte Werte

Steinkohle, Bergleute, Arbeit unter Tage – das war einmal. Nach dem Abschied von der Kohle stellt sich das Revier neu auf. Und arbeitet an einer Zukunft, die die Vergangenheit nicht vergisst. Ehemalige Zechen und stillgelegte Hochöfen werden fit gemacht für moderne Zeiten, als Museumsort und Event-Location, Kultur- und Gastronomiestandort oder Gründer- und Bürozentrum. Beispielhaft ist die Zeche Zollverein in Essen, früher das leistungsstärkste Steinkohlebergwerk der Welt, heute ein Besuchermagnet mit 1,5 Millionen Gästen pro Jahr.

  • Das Ruhrgebiet verändert sich. An die Stelle von Kohle, Koks und Stahl treten Dienstleistungsbranchen und Tourismus. XERVON unterstützt den Strukturwandel mit der Sanierung von Industriedenkmälern. So bleiben vorhandene Werte für neue Aufgaben erhalten.

Moderne Leistungen denkmalgerecht umgesetzt

Damit aus gestern heute und morgen werden kann, muss bewahrt werden, was erhaltenswert ist. Der Schutz vor Erosion und Korrosion spielt dabei eine wichtige Rolle. Auf dem Gelände der Zeche Zollverein, UNESCO-Weltkulturerbe und Station des Bauhausjahres, stattet XERVON Oberflächentechnik eine an den Bergebunker anschließende historische Bandbrücke mit einem zeitgemäßen Beschichtungssystem aus. Für die denkmalgerechten Arbeiten wird die Brücke von den Gerüstbauern von XERVON Abschnitt für Abschnitt komplett staubdicht eingehaust, denn die Sanierung muss Rücksicht nehmen auf die Besucher, und zwar in puncto Sicherheit, aber auch im Hinblick auf den Erlebnischarakter der einzigartigen Bergbauarchitektur, der nur wenig gestört werden darf.

Die Sanierung von Industriedenkmälern folgt oftmals eigenen Regeln. Doch der Aufwand lohnt, denn mit dem Erhalt bestehender Werte verwandeln sich Zeitzeugen der Wirtschaftsgeschichte in Orte mit Zukunft.

Knapp 100 Kilometer südwestlich, in Hückelhoven, liegt die Zeche Sophia-Jacoba 3. Ebenso wie die Zeche Zollverein wurde sie vom Architekten Fritz Schupp geplant, der die Sachlichkeit der Bauhausideen in den industriellen Raum übertrug. Auf dem Areal des heutigen Besucherbergwerks erbringt XERVON Oberflächentechnik umfangreiche Korrosionsschutzarbeiten am Förderturm und saniert die im Fachwerkstil gehaltene Maschinenhalle. Ein Gesamtprojekt, das gut ein Jahr in Anspruch nimmt. Die Baustelle ist auf Arbeiten in kontaminierten Bereichen ausgelegt. In der denkmalbezogenen Oberflächentechnik ist dies keine Besonderheit, denn bevor ein neuer Korrosionsschutz aufgebracht werden kann, muss zunächst die vorhandene, erodierte Schicht entfernt werden. Dieser oft jahrzehnte- oder sogar jahrhundertealte Belag gilt jedoch nach heutigen Maßstäben oftmals als schadstoffhaltig.

  • Imposante 48 Meter ragt der Förderturm von Sophia-Jacoba in die Höhe. Mit Feucht- und Trockenstrahlen sowie einem neuen, dreifachen Coating sichert XERVON Oberflächentechnik den Erhalt des markanten Stahlgerüsts

    • Auch an weiteren Industriekulturstätten ist XERVON Oberflächentechnik tätig. Zum Beispiel am Gasometer in Dortmund, einem Teil der ehemaligen Hochofenanlage Phoenix-West, die in ein Gewerbe- und Naherholungsgebiet umgewandelt wurde. Der 120.000 Kubikmeter fassende Gasometer gehört zur Route der Industriekultur. In den vergangenen Monaten wurden die außen um das Bauwerk laufenden Bühnen gestrahlt, ausgebessert und neu beschichtet.

    • Ein Strukturwandel, der so umfassend ist wie an der Ruhr, braucht seine Zeit. Viel wurde schon erreicht, doch vieles steht auch noch an. XERVON Oberflächentechnik ist es ein besonderes Anliegen, zum Gelingen beizutragen. Schließlich sind die Oberflächenspezialisten selbst Teil des Reviers. Vom Firmenhauptsitz in Bottrop sind es nur wenige Meter bis Prosper-Haniel, der Ende 2018 geschlossenen letzten Steinkohlezeche Deutschlands. Mehr Revierkompetenz und Ortsnähe geht nicht.

      Umfangreiche Informationen zum UNESCO-Weltkulturerbe Zeche Zollverein erhalten Sie hier

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