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Vom Regelfall zur Ausnahmesituation

Was tun, wenn es während eines Turnarounds zur Coronakrise kommt? XERVON Instandhaltung setzte in dieser Lage auf bewährte Unternehmensstärken: absolute Professionalität, hohe Flexibilität und kompromisslose Sicherheit.

24. Februar 2020. Für XERVON Instandhaltung beginnt ein mehrmonatiger Turnaround beim Kunden BAYERNOIL in Neustadt an der Donau. Der TAR 2020 ist der größte in der Geschichte der BAYERNOIL und umfasst neben TÜV-Revisionen zahlreiche Überholungsarbeiten. XERVON war eng mit in die Stillstandsplanung eingebunden und plant während des Projekts bis zu etwa 900 Fachkräfte einzusetzen. Die Lage ist entspannt, Corona weit weg. Mögliche Risiken für Europa werden allenfalls als moderat eingeschätzt, erste Infektionen in Deutschland gelten als Einzelfälle.

So ruhig wie von allen Beteiligten erhofft, bleibt es dann aber nicht. Das neuartige Virus breitet sich schnell weiter aus, auch in Bayern. Aus vereinzelten Infektionen wird die Coronakrise. XERVON Instandhaltung steckt mittlerweile voll im Arbeitsprozess. Viele Armaturen und ein Großteil der Apparate des Raffineriestandorts, bis hin zu Großmaschinen, müssen überholt werden. Zusätzlich stehen umfangreiche Aufgaben in der Anlagen- und Schweißtechnik an, darunter die Erneuerung einer 850 Meter langen Fackelleitung. Für jeden Handgriff gelten jetzt Abstands- und Hygieneregeln, Vorgaben, die an den Einsatzstellen deutlich schwerer umzusetzen sind als in Büroumgebungen.

 

  • 900 Fachkräfte

    setzte XERVON während des Turnarounds ein

XERVON Instandhaltung reagiert sofort. Umgehend werden Schutzkonzepte entwickelt, verbindliche Verhaltensmaßnahmen formuliert und es wird so viel wie möglich an relevanter Sicherheitsausstattung beschafft. An erster Stelle stehen Mundschutz, Desinfektionsstationen und Desinfektionsmittel – Dinge, die zu dieser Zeit weltweit Mangelware sind und sich folglich nur mit hohem Aufwand besorgen lassen.

Am 11. März stuft die Weltgesundheitsorganisation WHO die globale COVID-19-Ausbreitung offiziell als Pandemie ein. Für XERVON bedeutet das: Innerhalb von 16 Tagen ist aus business as usual ein Turnaroundeinsatz unter Extrembedingungen geworden. Die bei BAYERNOIL eingesetzten Teams ziehen mit. Routiniert werden die Hygienevorkehrungen in die Arbeitsabläufe eingebunden und mit der üblichen Disziplin befolgt. Dabei gilt wie immer: Sicherheit geht vor. Wer mögliche Symptome zeigt, wird sofort von der Arbeit abgezogen, sei es für einen Test oder zur Quarantäne. Die freien Tätigkeiten übernehmen Kollegen on top, was in der fordernden Turnaroundpraxis eine besondere Leistung ist.

 

Durch unseren vorgeschalteten Onboardingprozess zur Sicherung von Qualität und Arbeitsschutz waren die Fachkräfte schon vor dem rasanten Anstieg der Infektionszahlen eingebunden. Ein Vorteil, den wir durch schnelle Reaktion halten konnten.

Trotz der widrigen Umstände kommt XERVON Instandhaltung weiterhin gut voran. Ostern sind die wesentlichen Arbeiten geschafft. Mit einem Kernteam von rund 100 Spezialisten bleibt das Unternehmen weiterhin bei BAYERNOIL vor Ort, um ebenso wie zu Beginn des Turnarounds das Abfahren der Anlage nunmehr auch deren Restart zu übernehmen.

In der zweiten Aprilhälfte endet der Einsatz mit einem Fazit, das sich sehen lassen kann: Alle Qualitäts- und Sicherheitsanforderungen wurden ohne Einschränkung erfüllt. Und es gab keinen bestätigten oder bekannten Infektionsfall in der XERVON-Mannschaft. Thomas Kramel, Geschäftsführer XERVON Instandhaltung: „Durch unseren vorgeschalteten Onboardingprozess zur Sicherung von Qualität und Arbeitsschutz waren die Fachkräfte schon vor dem rasanten Anstieg der Infektionszahlen eingebunden. Ein Vorteil, den wir durch schnelle Reaktion halten konnten. Darauf aufsetzend bewährte sich dann vor allem die Routine der Teams, die ihr Leistungspensum auch unter erschwerten Rahmenbedingungen professionell durchziehen.“

  • Gut aufgestellt: Mit einem wirksamen QHSE-Management und hoher Professionalität lassen sich auch Extremsituationen meistern (Die
    Aufnahme ist vor der Corona-Pandemie entstanden)

  • Erfolgreich in schwierigen Zeiten

    Ein Turnaround unter Pandemie-Bedingungen – das dürfte wohl der maximale Schwierigkeitsgrad in dieser Königsdisziplin der Instandhaltung sein. Vor allem dann, wenn die Krise unerwartet entsteht und ad hoc gemeistert werden muss – so wie im Frühjahr bei einem Projekt von XERVON.

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