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Der digitale Wandel

Der digitale Wandel ist die vierte industrielle Revolution. Er verändert die Geschäftswelt grundlegend und birgt neben Herausforderungen vor allem vielversprechende Chancen. Um die Einbindung der neuen Technologien in das eigene Leistungsangebot weiter voranzutreiben, beteiligte sich XERVON Instandhaltung erfolgreich an der itelligence-of-Things-Initiative. Die vom SAP-Beratungshaus itelligence gestartete Kampagne fördert Fortschritte beim Internet der Dinge und stellt das Erschließen von Optimierungspotenzialen durch Vernetzung in den Mittelpunkt.

XERVON reichte bei der Initiative sein Projekt aus dem Bereich Condition Monitoring ein, das darauf abzielt, Anlagen über Machine Learning intelligent zu machen. Die Nutzung von Sensordaten soll eine vorausschauende Wartung ermöglichen, die Störungen abwendet, bevor sie eintreten. Unter insgesamt 25 Unternehmen wurde das Konzept mit einem Hauptpreis ausgezeichnet. Unterstützt durch itelligence wird XERVON das Predictive-Maintenance-Projekt nun zügig fortentwickeln und zur Marktreife bringen.

  • Von Kosteneinsparungen über optimierte Betriebszustände bis zu minimierten Ausfallzeiten: Über Predictive Maintenance, also vorausblickende Wartung, sind vielfältige Kundenvorteile realisierbar

Vernetzung von Dingen und Daten

Als Teilbereich der Künstlichen Intelligenz nutzt Machine Learning IT-Systeme mit selbstlernenden Algorithmen, die Gesetzmäßigkeiten erkennen und eigene Schlüsse ziehen. Das sind Fähigkeiten, für die sich auch im Condition Monitoring vorteilhafte Anwendungen ergeben. Deshalb arbeitet XERVON intensiv daran, die Vorteile der innovativen Technologie für Predictive Maintenance zu erschließen. Ziel ist, durch Vernetzung von Dingen und Daten zu einer optimierten Steuerung zu gelangen, die nachhaltig Vorteile bringt.

Ein konkreter Anwendungsfall, den XERVON bereits seit längerem verfolgt, besteht beim Betrieb von
Förderpumpen und Ventilatoren an Kühltürmen. Über sensorbasierte Messungen und smarte Prozesssteuerung lassen sich diese wichtigen Bestandteile des Kühlwasserversorgungssystems vorausschauend und im möglichst optimalen Betriebspunkt steuern. Pumpen und Ventilatoren, die nicht gebraucht werden, können sogar gezielt abgeschaltet werden. Hinzu kommt die Möglichkeit, Betriebsstunden intelligent auf die vorhandenen Pumpen zu verteilen.

  • Siegerehrung auf der Fachtagung „Unternehmen der Zukunft“ (von links nach rechts): Alexa Kopp, Leitung Projektmanagement, XERVON Instandhaltung, Tim Grylewicz, Leitung Digitalisierung, XERVON Instandhaltung, Mark Albrecht, Vice President Global Head of Innovation, itelligence AG, mit dem zukunftsträchtigen Award

Kundenvorteile durch mehr Leistungsstärke

Für Anlagenbetreiber resultieren aus diesen Optionen deutliche Effizienzvorteile, insbesondere eine Verringerung des internen Stromverbrauchs sowie der damit verknüpften Kosten. Weil zusätzlich der Verschleiß reduziert wird, verringern sich auch die Instandhaltungskosten, gleichzeitig erhöht sich die Anlagenverfügbarkeit.

Use Case – Kühltürme

    • Projektziele

      • Optimierung der Kühlwasserversorgung
      • Energieeinsparung durch Abschaltung
      • Verschleißoptimierter Betrieb der Pumpen
      • Reaktion auf Witterungsverhältnisse
    • Nutzen

      • Energieeinsparung
      • Verschleißreduktion
      • Verteilung der Betriebsstunden
      • Integration von Wetterdaten

    Der Einsatz in Kühlsystemen ist dabei nur ein Beispiel von vielen. Weitere Einsatzmöglichkeiten ergeben sich beispielsweise bei Klärwerken oder bei Schwingungsanalysen zur Zustandsbestimmung weiterer Anlagen. Schwingungsanalysen zählen zu den Kernkompetenzen von XERVON Instandhaltung. Sie werden von hochqualifizierten Condition-Monitoring-Experten durchgeführt und sind mit hohem Zeitaufwand verbunden. Das lernfähige Datenmodell kann in diesem Kontext als Assistenzsystem fungieren und die Experten darin unterstützen, Abweichungen aufzuspüren.

Aus Theorie wird Praxis

  • Um die innovative Machine-Learning-Lösung einsatzfähig zu machen, müssen verschiedene Technologien und Plattformen miteinander verbunden werden. Im Mittelpunkt steht eine Intelligence-of-Things-Plattform, die sich der SAP-Cloud-Lösung bedient. Ihre Aufgabe ist es, die über unterschiedliche Systeme erhobenen Daten zusammenzuführen und mit den Beständen von Datenbanken zu vernetzen. Dabei ist es XERVON Instandhaltung wichtig, dass die Informationen auch dem Anlagenbetreiber übersichtlich und vereinfacht zugänglich gemacht werden.

    Mit der itelligence-of-Things-Initiative und durch Unterstützung von itelligence gewinnt das Projekt jetzt zusätzlich an Fahrt. Die besonderen XERVON-Kompetenzen – fundiertes Know-how in der Instandhaltung, weitreichende Anlagenkenntnisse und Expertise im Condition Monitoring – verbinden sich mit den IT-Stärken des Komplettdienstleisters im SAP-Umfeld. Gute Aussichten also für die Realisation von Predictive-Maintenance-Anwendungen, die den Kunden von XERVON Instandhaltung mehrwertorientierte Zusatzvorteile bieten.

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