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  • Sehr geehrte Damen und Herren,
    geschätzte Leserinnen und Leser unseres Kundenmagazins,

    unser deutsches Wort „Stillstand“ ist eigentlich völlig ungeeignet für das, was sowohl auf Kundenseite als auch bei uns als Dienstleister passiert, wenn eine Großabstellung erfolgt. Denn das, was dann stillsteht, ist einzig und allein die Anlage. Alles andere rundherum ist in Bewegung. Schon Monate vor dem eigentlichen Stillstandszeitraum wird detailliert geplant, vorgefertigt und organisiert, damit die Anlage in kürzestmöglicher Zeit wieder den Betrieb aufnehmen kann.

    BUCHEN und XERVON waren in diesem Jahr zeitgleich bei zwei „Stillständen“, die wir deshalb auch eher mit den englischen Begriffen „Turnaround“ oder „Shutdown“ bezeichnen, aktiv – mit rund 1.200 Mitarbeitern und zahlreichen Gewerken innerhalb von vier Wochen. Zu einer solchen Mammutleistung sind nur äußerst wenige Unternehmen in Deutschland in der Lage. Lesen Sie in unserem Leitartikel, was wir leisten, um eine solche Aufgabe erfolgreich zu meistern.


    Brandneue technische Entwicklungen

    Was uns ebenfalls immer wieder bewegt, sind die Anforderungen und Problemstellungen unserer Kunden. Wir arbeiten stets und ständig daran, unsere Leistungen zu optimieren, indem wir technische Neuerungen entwickeln, um Prozessabläufe effizienter zu gestalten. In unterschiedlichen Bereichen können wir gleich mit mehreren cleveren Ideen und deren Umsetzung aufwarten. Vom Closed-Loop-Verfahren über Entwicklungen in der zustandsorientierten Instandhaltung mit Condition Monitoring bis hin zu speziellen komplexen Eigenentwicklungen wie dem Dense-Phase-Conveying-System sowie unserem Industriereinigungsroboter, dem Automated Industrial Cleaner (AIC).

    In allen Fällen steht bei der Entwicklung der technischen Neuerungen auch immer die Verbesserung der Arbeitssicherheit im Fokus. So haben wir einige Produktinnovationen auf den Markt gebracht, die das Arbeiten in Kesseln deutlich sicherer machen. Wie wichtig die Errungenschaften in puncto Arbeitssicherheit auch für unsere Kunden sind, beweisen die Auszeichnungen, die diese explizit für sicheres Arbeiten vergeben. Und an dieser Stelle geben wir gerne zu, dass wir insbesondere auf die Auszeichnungen unserer Kunden ziemlich stolz sind. Sie sind der Beweis, dass unsere ständigen Bemühungen um sicheres Arbeiten Früchte tragen. Ob RWE, Evonik oder Covestro, um nur einige zu nennen: Sie alle haben uns die Anerkennung und den Dank für unsere Verdienste um die Arbeitssicherheit ausgesprochen. Dafür bedanken wir uns herzlich und freuen uns über die gemeinsamen Erfolge. Wir sind auch deshalb stolz auf diese Auszeichnungen, weil wir in sehr vielen Bereichen arbeiten, die eine Menge Gefahren mit sich bringen, beispielsweise die Tankreinigung. Ob onshore oder insbesondere auch offshore, hier sind wir hier immer wieder als Spezialisten gefragt. Von der Nordsee bis in den tiefsten Osten Russlands vertrauen unsere Kunden auf das besondere Know-how und unser technisches Equipment.


    Stark im Gerüstbau

    Und dass wir mit XERVON einen der europaweit führenden Gerüstbauer im Unternehmensverbund haben, davon zeugen auch die neuesten Projekte in Schweden und Österreich. Immer sind es hier diffizile Gerüstbauaufgaben, zum Beispiel in Bezug auf Wetterschutz oder spezielle Verankerungen. In allen Ländern, in denen wir aktiv sind, stehen wir für Gerüstbaulösungen der besonderen Art. Das hat uns auch dazu bewogen, in Deutschland in unseren Gerüstbaustandort in Eisenhüttenstadt zu investieren. Über die vergangenen Jahre war der Standort personell und leistungstechnisch gewachsen. Dem haben wir nun Rechnung getragen und in neue, größere Räumlichkeiten investiert. Für unsere Mitarbeiter, unsere Kunden und die Region gleichermaßen.


    Wir wünschen Ihnen viel Spaß beim Lesen unserer ersten Online-Ausgabe und sind sicher, dass Sie dabei einiges erfahren, das auch für Ihre Prozesse relevant sein könnte.

    • Hans-Dieter Behrens

    • Matthias Ebach

    • Olaf Karrass

    • Carsten Lange

    • Jürgen Lennertz

    • Klaus Thiele

Innovative Lösung für eine höhere Planungssicherheit

Ein von BUCHEN-ICS weiterentwickeltes, innovatives Befüllsystem ermöglicht neuerdings das kran- und wetterunabhängige Befüllen von Reaktoren und Behältern mit Katalysatormaterial oder anderen granulatartigen Schüttgütern. Ein Novum, das deutlich mehr Planungssicherheit bringt.

DPC-System von BUCHEN ersetzt den Kran

Wenn Reaktoren und Behälter mit granulathaltigen Schüttgütern und Katalysatoren befüllt werden, geschieht das üblicherweise mit Hilfe eines Krans. Er hebt das einzufüllende Material z. B. in Big Bags zur Befüllöffnung. Dazu muss als Sicherheitszone (schwebende Lasten) ein großräumiges Gebiet abgesperrt werden – so die Vorschriften, die außerdem das Einstellen der Arbeiten bei Regen oder Wind vorgeben. Genau da setzt das von BUCHEN weiterentwickelte Dense- Phase-Conveying-System (DPC-System) an. Sein Einsatz sorgt dort für einen kontinuierlichen, materialschonenden Befüllvorgang, wo aus Sicherheits- und/oder Wettergründen das Befüllen in der Höhe mit einem Kran nicht möglich ist.

Durch die Leitung geht das Material sicher nach oben, anstatt mit dem Kran gehoben werden zu müssen

Und so funktioniert’s: Der Dense Phase Conveyor besteht aus zwei am Boden fest in einem Rahmen installierten Vorladebehältern, die mit einem Wetterschutz versehen sind. Aus dem ersten Vorladebehälter wird das Material per Druckluft in eine Edelstahlleitung befördert. Möglich ist eine vertikale Förderung bis in 90 Meter Höhe – abhängig von Korngröße, -form und -gewicht des einzufüllenden Materials. Der nebenstehende zweite Vorladebehälter wird währenddessen ebenfalls mit Material befüllt. Dadurch ist ein kontinuierliches Fördern ohne Unterbrechung gewährleistet; die Leitung bleibt stets über den gesamten Querschnitt gefüllt. Oben auf dem Behälter/Reaktor wird das Material dann in einem speziell konzipierten, ebenfalls wettergeschützten Befüllcontainer aufgefangen, bevor der eigentliche Befüllvorgang des Reaktors erfolgt. Auf diese Weise ist jede Art der Befülltechnik möglich, z. B. Sockloading oder Dense Loading. Über eine zusätzliche Schlauchverbindung vom Befüllcontainer zur unten stehenden Sauganlage werden während der Befüllung entstehende Staubpartikel abgesaugt.

Der Betrieb des Dense-Phase-Conveying-Systems ist an sämtlichen Reaktoren und Behältern möglich

Überall und immer einsatzbereit

  • Der Betrieb des Dense-Phase-Conveying-Systems ist an sämtlichen Reaktoren und Behältern möglich. Die Vorrichtung wird mobil in einem 20’-Container transportiert und lässt sich schnell und einfach vor Ort installieren. Ob Regen, Sturm oder Platzmangel: Mit dem neuen BUCHEN-Befüllsystem lassen sich die Reaktoren an CCR-, HC-, Claus- und Styrolanlagen genauso befüllen wie Molsiebbehälter, HDS-Reaktoren, Behälter von Ethylen-/Propylenhydrierungsanlagen oder auch enge PSA-Anlagen.

    Alles unter Kontrolle: Bei ausgiebigen Tests wurde das System auf die Probe gestellt. Dazu diente auch ein circa 30 Meter hohes Gerüst, um die Bedingungen exakt zu simulieren

Getestet und für sehr gut befunden

  • Um die einwandfreie Funktionsweise des innovativen Systems in einer ausgedehnten Testphase über Monate eingehend zu prüfen, wurde auf dem BUCHEN-Betriebsgelände in Köln extra ein 30 Meter hoher Gerüstturm errichtet. Hier haben die Entwickler das System auf unterschiedlichste Einsatzbedingungen detailliert abgestimmt. Nachdem alle Tests mit hervorragenden Ergebnissen abgeschlossen waren, fand im Herbst 2016 eine erste Kundenpräsentation statt. Mittlerweile haben bereits die ersten Praxiseinsätze stattgefunden: mit vollem Erfolg.

    Über den Befüllcontainer am Einlass des Reaktors/Behälters sowie die Schlauchleitungen sorgen die Spezialisten von BUCHEN-ICS für einen sicheren und trockenen Materialtransport

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